Sunshine Coast, South Africa

Sunshine Coast, South Africa.
In der Provinz Ostkap, Südafrika, gibt es traumhafte, endlose und meist menschenleere Strände. Geprägt von den Winden und der Kraft des Indischen Ozeans erstrecken sich kilometerweite Dünen abwechselnd mit schroffen Felsformationen.
Die Natur hat sich an die extremen Wetterbedingungen und die treibenden Sanddünen angepasst. Überall wachsen kleine Büsche, Sukkulenten und blühende Pflanzen zwischen Sand und Felsen.
Starke Winde und Wellen verändern die Landschaft regelmäßig und legen von Zeit zu Zeit Relikte aus vergangenen Zeiten offen, denn es gibt eine ganze Reihe an Schiffsunglücken in dieser Gegend. Je nach Wasserstand und Wetter kann man am Strand Teile von alten Schiffswracks entdecken.
Und natürlich gibt es auch wunderschöne Sonnenuntergänge. Bei meinem nächsten Besuch hoffe ich, noch mehr Gelegenheit zu finden, diese beruhigende Abendstimmung einzufangen.
An der Sunshine Coast gibt es allerdings nicht nur schöne Dünenlandschaften und die schroffe See. In Kenton on Sea münden gleich zwei große Flüsse in den Indischen Ozean - der Bushmans River und der Kariega River. Fährt man den Kariega River flussaufwärts, kann man linksseitig am steilen Hügel zwischen den Sukkulenten unsere Zelte entdecken.
Die Hänge hier bilden einen ganz besonderen Lebensraum für Tier- und Pflanzenwelt. Besonders häufig ist der Goliathreiher anzutreffen, der sein Territorium nahe des Wassers kaum verlässt und in dieser Gegend die noch größte Population weltweit aufweist, wohingegen er im restlichen Afrika oder gar Asien selten geworden ist.
Auch die Sukkulentenart "River Europhorbia" ist hier heimisch. Sie kommt gut mit dem trockenen Boden klar und kann bis zu 18 m hoch wachsen. Bei Verletzung tritt eine giftige milchige Flüssigkeit aus, mit der früher Pfeilspitzen für die Jagd getränkt wurden. Ebenfalls typisch für diese Gegend sind die Baum Aloe - definitiv eine meiner liebsten "Baum-" arten mit seiner speziellen Wuchsform.

Zurück im Camp schlüpfe ich jeden Abend in mein Zelt und schlafe im Gesang der Krillen ein. Morgens werde ich durch den Ruf des Southern Boubou geweckt. Eine Vogelart die klein und unscheinbar wirkt, aber ein großes Reportaire an Gesängen aufweist.
Der Tau liegt noch auf den Spinnennetzen, Nebel hängt zwischen den Hügeln des Kariega Rivers und die ersten Sonnenstrahlen scheinen ins Gesicht.


























